Dienstagabend, kurz nach neun. Die Angebote für zwei Kunden sind raus, im Postfach liegen noch drei Anfragen von letzter Woche. Und der Newsletter, den ihr eigentlich jeden Monat verschicken wolltet, ist seit dem Frühjahr nicht mehr erschienen. So sieht Marketing in vielen Unternehmen mit fünf, zehn oder zwanzig Leuten aus. Es passiert nebenbei, meistens durch die Gründerin oder den Gründer selbst.
Kleine Unternehmen können die Nachfrage steigern, ohne eine dedizierte Marketingabteilung einzustellen, indem sie sich auf drei Dinge konzentrieren: gefunden werden, Leads generieren und konsistent nachfassen. Mit einer einfachen wöchentlichen Routine und HubSpot Starter, das einen Großteil der sich wiederholenden Aufgaben übernimmt, kann selbst ein kleines Team diese Aktivitäten in nur wenigen Stunden pro Woche bewältigen. In diesem Artikel zeigen wir Dir, wie das geht.
Was heißt „Nachfrage aufbauen“ in einem kleinen Unternehmen?
Nachfrage aufbauen heißt, dass potenzielle Kunden euch finden, ihre Kontaktdaten hinterlassen und so lange von euch hören, bis sie kaufen wollen. Für kleine Unternehmen reichen dafür drei Bausteine: gefunden werden, Kontakte festhalten und regelmäßig nachfassen. Alle drei lassen sich mit wenigen Stunden pro Woche betreiben.
Der Engpass ist dabei selten die Idee. Die meisten Gründer wissen genau, was ihre Kunden umtreibt, weil sie jeden Tag mit ihnen sprechen. Es fehlt die Zeit, dieses Wissen regelmäßig in Inhalte, E-Mails und Follow-ups zu übersetzen. Genau dort setzt ein gutes System an.
Baustein 1: Gefunden werden, in Google und in KI-Antworten
Neue Kunden suchen heute auf zwei Wegen: klassisch bei Google und zunehmend in ChatGPT, Claude oder Perplexity. Für beide Wege gilt dieselbe Grundregel. Wer die Fragen seiner Kunden konkret beantwortet, wird gefunden.
Für ein kleines Unternehmen heißt das: Schreibt die zehn Fragen auf, die ihr in Erstgesprächen am häufigsten hört. Aus jeder Frage wird ein Blogartikel oder ein Abschnitt auf eurer Website. Ein Steuerbüro beantwortet etwa, welche Unterlagen für die erste Beratung nötig sind. Ein Handwerksbetrieb erklärt, was eine Wärmepumpe im Altbau ungefähr kostet.
Ob ChatGPT und Co. euer Unternehmen überhaupt kennen, prüft ihr mit dem kostenlosen AEO Grader von HubSpot. AEO steht für Answer Engine Optimization, also Optimierung für KI-Antworten. Das vollständige AEO-Tool, das eure Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen laufend verfolgt, steckt laut HubSpot-Preisseite erst in der Professional-Version. Für den Einstieg reicht der kostenlose Check.
Baustein 2: Kontakte festhalten, mit Formularen und einem CRM
Der teuerste Fehler kleiner Unternehmen passiert nach dem ersten Kontakt. Die Anfrage kommt per Mail, per Kontaktformular oder am Telefon. Danach liegt sie in drei verschiedenen Postfächern, auf einem Notizzettel oder in einer Excel-Liste, die nur eine Person versteht.
Die Lösung ist unspektakulär: Jede Anfrage landet automatisch an einem Ort. In HubSpot erstellt ihr dafür Formulare und Landingpages im Editor, ohne Programmierkenntnisse. Wer ein Formular ausfüllt, wird direkt als Kontakt im CRM angelegt. Mit dem Website-Chat aus Starter fangt ihr zusätzlich Besucher ab, die lieber kurz fragen, als ein Formular auszufüllen.
Damit die Datensätze vollständig bleiben, ohne dass jemand sie pflegt, hilft der Data Agent. Laut HubSpot ergänzt er Kontakte und Unternehmen mit Informationen aus dem CRM und dem Web und verfolgt Kaufsignale. Er arbeitet mit HubSpot-Guthaben, von denen Starter 5.000 Einheiten pro Monat enthält.
Baustein 3: Dranbleiben, mit E-Mail-Marketing und Automatisierung
Die wenigsten Kunden kaufen beim ersten Kontakt. Wer nach drei Monaten wieder an euch denken soll, muss in der Zwischenzeit von euch gehört haben. Für kleine Teams ist E-Mail dafür der zuverlässigste Kanal, weil ihr die Kontakte selbst besitzt und nicht vom Algorithmus einer Plattform abhängt.
In HubSpot Starter erstellt ihr Segmente aus euren Kontaktdaten, etwa „Anfrage in den letzten 90 Tagen, noch kein Angebot“. An dieses Segment schickt ihr gezielte E-Mail-Kampagnen. Mit der einfachen Workflow-Automatisierung läuft das Nachfassen ohne euer Zutun: Wer sich über das Formular meldet, bekommt sofort eine Bestätigung und eine Woche später eine E-Mail mit einem passenden Praxisbeispiel.
Beim Schreiben hilft der Breeze Assistent, den es schon in der kostenlosen Version gibt. Ihr gebt Stichpunkte und Ziel vor, er liefert einen ersten Entwurf. Den solltet ihr immer in eure eigene Sprache bringen. Gerade kleine Unternehmen gewinnen Kunden über ihre Persönlichkeit, und die geht in einem unbearbeiteten KI-Text verloren.
Ein Wochenplan: zwei Stunden Marketing pro Woche
Damit Marketing nicht wieder im Tagesgeschäft verschwindet, braucht es feste Termine. Diesen Plan nutzen wir als Startpunkt für Teams ohne Marketingstelle:
Das sind knapp zwei Stunden pro Woche. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Ein Artikel pro Woche ergibt nach einem halben Jahr rund 25 Antworten auf echte Kundenfragen, und jede davon kann neue Besucher bringen.
Wenn ihr Meetings mit Kunden habt, nehmt die KI-Meeting-Aufzeichnung aus Starter mit. Sie zeichnet Gespräche auf, transkribiert sie und speichert sie am Kontakt. In den Transkripten stecken genau die Fragen und Formulierungen eurer Kunden, aus denen die nächsten Blogartikel werden.
Was HubSpot Starter für kleine Teams mitbringt
Stand Oktober 2026 kostet Starter auf der deutschen Preisseite 7 Euro pro Lizenz und Monat bei jährlicher Abrechnung. Das ist ein zeitlich begrenzter Rabatt von 65 Prozent, prüft den aktuellen Preis vor dem Kauf. HubSpot Starter beinhaltet 500 HubSpot-Guthaben pro Monat sowie Support per E-Mail und In-App-Chat. Ein kostenpflichtiges Onboarding ist für Starter nicht nötig, anders als bei Professional und Enterprise.
Wer bereits andere Tools nutzt, verbindet sie über den App Marketplace. Außerdem lässt sich HubSpot per Connector an ChatGPT und Claude anbinden. Dann fragt ihr im Chat zum Beispiel, welche Anfragen aus dem letzten Monat noch kein Angebot bekommen haben.
Wo die Grenzen liegen
Starter nimmt euch Fleißarbeit ab. Die Inhalte selbst müsst ihr weiterhin liefern. Wer keine Zeit für den wöchentlichen Artikel findet, bekommt auch mit dem besten System keine Besucher.
Einige Funktionen, die mit wachsendem Marketing interessant werden, stecken erst in Professional für 90 Euro pro Lizenz und Monat. Dazu gehören laut Preisseite das vollständige AEO-Tool, die Verwaltung von Social-Media-Konten, erweiterte Automatisierung, das Marketing-Studio und der Content Agent. Für ein Team mit zwei bis zehn Leuten, das gerade erst eine Routine aufbaut, ist das selten der erste Engpass.
Behaltet außerdem das Guthaben im Blick. KI-Agents wie der Data Agent verbrauchen HubSpot-Guthaben, und nicht genutzte Einheiten verfallen am Monatsende. Legt deshalb in den Einstellungen Limits pro Funktion fest, bevor ihr Agents breit einsetzt.
Fazit: So startet ihr ohne Marketing-Team
Kleine Unternehmen brauchen für planbare Nachfrage keine eigene Marketingabteilung. Es reichen drei Bausteine, zwei feste Stunden pro Woche und ein CRM, das Kontakte automatisch erfasst und nachfasst. Daraus entsteht in wenigen Monaten ein Strom an Anfragen, der nicht mehr vom Zufall abhängt. HubSpot Starter deckt diese Bausteine für kleine Teams ab, und mit dem Wachstum zieht ihr auf derselben Plattform zu Professional um.
Der beste Einstieg: Startet mit der kostenlosen Version, richtet ein Kontaktformular auf eurer Website ein und schreibt die zehn häufigsten Kundenfragen auf. Sobald die ersten Kontakte im CRM landen und ihr regelmäßig nachfassen wollt, lohnt sich der Wechsel zu Starter. HubSpot Starter entdecken
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Marketing ohne Marketing-Team
Kann man ohne Marketing-Team Kunden gewinnen?
Ja. Kleine Unternehmen brauchen dafür drei Dinge: Inhalte, die echte Kundenfragen beantworten, ein Formular oder einen Chat, der Anfragen automatisch erfasst, und regelmäßiges Nachfassen per E-Mail. Mit einem CRM wie HubSpot reichen dafür etwa zwei Stunden pro Woche.
Was kostet HubSpot Starter?
Stand Oktober 2026 kostet Starter 7 Euro pro Lizenz und Monat bei jährlicher Abrechnung, als zeitlich begrenztes Angebot mit 65 Prozent Rabatt. Enthalten sind 500 HubSpot-Guthaben pro Monat. Den aktuellen Preis findet ihr auf der Preisseite von HubSpot.
Reicht die kostenlose HubSpot-Version für Marketing?
Für den Anfang ja. Die kostenlose Version enthält das CRM und den Breeze Assistenten für bis zu zwei Benutzer. Segmente, gezielte E-Mail-Kampagnen, Automatisierung und den Website-Chat gibt es laut Preisseite erst ab Starter.
Wie viel Zeit braucht Marketing in einem kleinen Unternehmen?
Zwei Stunden pro Woche sind ein guter Startpunkt. Darin stecken ein Inhalt pro Woche, das Nachfassen offener Anfragen und ein kurzer Blick auf die Zahlen. Wichtiger als die Menge ist, dass die Termine fest im Kalender stehen.
Ab wann lohnt sich HubSpot Professional?
Wenn ihr Social Media aus HubSpot steuern, eure Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen mit dem AEO-Tool verfolgen oder komplexere Automatisierungen bauen wollt. Professional kostet laut Preisseite 90 Euro pro Lizenz und Monat und setzt ein kostenpflichtiges Onboarding voraus.



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