Richtig gute Landing-Pages sind dazu in der Lage, den Fokus potenzieller Kunden in einem Maß zu schüren, dass sie im Idealfall praktisch nicht anders können, als die gewünschte Conversion zu vollziehen. Sie bilden damit eines der wichtigsten und mächtigsten Werkzeuge im Online-Marketing. Die Schwierigkeit liegt natürlich darin, entsprechende Seiten nicht nur aufzusetzen, sondern auch so zu gestalten, dass sie maximale Wirkung erzielen. Aber was brauche ich dafür und wie lassen sich die Komponenten am besten integrieren? Nehme ich einfach ein WordPress-Plugin oder ergibt der datengetriebene HubSpot Landing-Page-Builder vielleicht mehr Sinn? Die passenden Antworten bekommst du in diesem Beitrag.
Was ist eine Landing-Page?
Eine Landing-Page (auch Zielseite, Kampagnenseite oder Conversion-Seite genannt) ist eine spezielle Webseite, die genau ein einziges Ziel verfolgt: Sie soll eine ganz bestimmte Conversion bringen, meistens den Kauf eines Produkts oder die Übermittlung von Kontaktdaten (Lead-Generierung). Besucher gelangen normalerweise über Anzeigen (Digital-Advertising), E-Mail-Kampagnenlinks oder auch das Suchmaschinen-Ranking auf sie. Anders als normale Unterseiten einer Website ist die Landing-Page nicht Teil der Navigation der zugehörigen Online-Präsenz.
Ihr Inhalt orientiert sich (idealerweise) immer an einer klaren Erwartungshaltung der betreffenden Zielgruppe. Wer klickt, soll exakt das bekommen, was zuvor angekündigt bzw. gesucht wurde. Das bedeutet:
- Die Seite greift die Such-Intention und das Anzeigenversprechen direkt auf.
- Alle Inhalte zahlen auf eine einzige Handlung ein.
- Der Weg zur Conversion bleibt dabei kurz, verständlich und im Optimalfall ein logischer Schluss.
Das Prinzip ist einfach erklärt: Der Nutzer bekommt einen klaren, für ihn in der jeweiligen Situation sehr relevanten und damit überzeugenden Mehrwert ohne Ablenkung, aus dem ein verstärkter Fokus resultiert. Durch diese Verkettung steigert das Unternehmen seine Chancen auf einen Verkauf oder qualifizierte Leads erheblich.
Landing-Pages erstellen mit HubSpot und WordPress im Vergleich
Beide Systeme ermöglichen die Erstellung von Landing-Pages, der Weg dorthin unterscheidet sich jedoch deutlich. So verfolgt WordPress einen modularen Ansatz über Plugins, wohingegen HubSpot einen Landing-Page-Builder direkt in seine umfassende Marketing-Automatisierung- und CRM-Plattform integriert. Schauen wir uns die spezifischen Stärken und Schwächen einmal genauer an.
Landing-Pages mit WordPress-Plugin erstellen
WordPress wurde ursprünglich als einfaches Content-Management-System (CMS) für Blogs entwickelt. Heute lassen sich damit auch umfangreiche Websites und Landing-Pages umsetzen. Laut dem Statista Research Department ist es mit einem Nutzungsanteil von 63 Prozent mittlerweile klar der weltweite Marktführer.
WordPress-Plugins, also Programme, die die Basisfunktionen des CMS erweitern, spielen dabei eine wichtige Rolle. So kannst du unter anderem spezielle Landing-Page-Builder installieren, die dir helfen, per Drag-and-Drop und anderen intuitiven Features, sehr gute Zielseiten zu erstellen.
Zu den größten Vorteilen von WordPress für Landing-Pages gehören:
- Eine riesige Designauswahl: Tausende kostenlose und kostenpflichtige Templates sind verfügbar.
- Die flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten: Inhalte lassen sich per HTML und CSS (oder eben weiteren Plugins) leicht visuell anpassen.
- Geringe Einstiegskosten: Das Grundsystem und viele Plugins sind kostenlos nutzbar.
Trotzdem zeigt sich in der Praxis ein wiederkehrendes Muster, das verschiedene Probleme hervorrufen kann. Jede für gute Landing-Pages wichtige Funktion kann im ungünstigsten Fall ein eigenes Plugin erfordern. Formulare, Tracking, A/B-Tests oder Personalisierungen müssen einzeln integriert werden. Die Verbindung zwischen Besucherdaten, Formularen und Marketing-Aktionen herzustellen, kann sich damit sehr schwierig gestalten. WordPress speichert Kundeninformationen zudem nicht zentral ab. Nutzerinteraktionen bleiben getrennt von Marketing- und Vertriebsprozessen. Wer Leads systematisch weiterentwickeln möchte, benötigt zusätzliche Software und eine feine technische Abstimmung. Nicht zuletzt entsteht ein riesiges Konstrukt, das nur schwer zu überblicken ist und sogar die Performance der Seiten schwächen kann.
HubSpot Landing-Page-Designer verwenden
Der HubSpot Landing-Page-Designer verfolgt einen grundlegend anderen Ansatz – er ist direkt in die Marketing-Tools integriert, die im kostenlosen HubSpot CRM enthalten sind. Landing-Pages entstehen somit nicht isoliert von wichtigen Vorgängen bzw. Daten des Kundenmanagements, sondern als Teil eines zusammenhängenden Systems.
Zentrale Funktionen im Überblick:
- Visueller Drag-and-Drop-Editor ohne Programmierkenntnisse.
- Vorlagen für konkrete Anwendungsfälle, etwa Leadmagnete oder Event-Anmeldungen.
- Module für Formulare, Bilder und Videos, direkt einsetzbar.
- Conversion-Analytics und SEO-Hinweise innerhalb der Oberfläche.
- Zentrales Dashboard, das alle Landing-Pages auswertbar und vergleichbar macht.
Besonders relevant für die Conversion-Optimierung sind die dynamischen Formulare. HubSpot erkennt bekannte Kontakte und passt Fragen automatisch an. Niemand muss dieselben Angaben mehrfach machen. Inhalte lassen sich zudem nach Standort, Gerät oder Phase im Kaufprozess ausspielen.
Der entscheidende Vorteil liegt in der CRM-Integration, womit jede Interaktion unmittelbar in das Kundenmanagement einfließen kann. Marketing, Vertrieb und Service greifen auf dieselbe Datenbasis zu. Genau diese Verbindung ermöglicht präzise Personalisierung ohne technischen Mehraufwand. Nicht zu vergessen: Die Informationen werden für deutsche Nutzer DSGVO-konform auf Servern in Frankfurt am Main gespeichert.
Natürlich bringt dieser Ansatz auch gewisse Herausforderungen mit sich. So ist der HubSpot Landing-Page-Builder zwar grundsätzlich intuitiv aufgebaut, das gesamte System benötigt jedoch Einarbeitung. Dafür entfallen viele Tools, die bei WordPress separat eingerichtet werden müssten und Schwierigkeiten machen könnten.
Für die Nutzung des Landing-Page-Builders musst du dich nur bei HubSpot registrieren. Erweiterte Funktionen kannst du über den Marketing Hub flexibel freischalten. Das Professional-Paket liegt bei rund 880 Euro pro Monat, die Enterprise-Version kostet 3.300 Euro.
Das wichtige Zusammenspiel von Daten, Inhalten und Prozessen
Landing-Pages entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn Inhalte, Daten und Prozesse sauber abgestimmt sind und optimal zusammenspielen.
WordPress erfüllt seine Aufgabe als Content-Management-System sehr gut. Inhalte lassen sich damit schnell veröffentlichen, Seiten flexibel gestalten und wichtige Daten über Plugins oder externe Integrationen durchaus sinnvoll dokumentieren. Sobald Landing-Pages jedoch dauerhaft Leads liefern und systematisch optimiert werden sollen, steigt die Komplexität deutlich. Formulare, Tracking, Personalisierung und Auswertung entstehen über einzelne Erweiterungen, die unabhängig voneinander arbeiten.
HubSpot verfährt dagegen ganzheitlicher, indem die Plattform Inhalte direkt mit Marketing-, Vertriebs- und Servicedaten integrieren lässt. Dadurch entsteht ein durchgängiger Blick auf jeden Kontakt. Diese Verbindung beeinflusst die Qualität von Landing-Pages stärker als jedes einzelne Designelement. Denn so ist es möglich, Inhalte exakt an den aktuellen Kontext der Zielgruppe und sogar einzelner Kontakte anzupassen – bezogen auf deren bisheriges Verhalten, Interessen, Position im Kaufprozess und weitere conversion-wichtige Eigenschaften. Entscheidungen zur Optimierung basieren nicht auf Vermutungen, sondern auf konkreten Nutzungs- und Kontaktdaten aus dem HubSpot CRM. So entstehen Landing-Pages, die nicht nur gut aussehen, sondern gezielt Relevanz erzeugen und dadurch höhere Conversion-Raten ermöglichen – alles in einem geschlossenen System.
HubSpot geht sogar noch einen Schritt weiter. Die Plattform kombiniert SEO-Empfehlungen, Performance-Analysen und A/B-Tests an einem Ort. Ergänzend unterstützt der KI-Content-Assistent bei der Erstellung von Texten, Überschriften und sogar Bildern. Inhalte lassen sich für verschiedene Kanäle aufbereiten, ohne das System zu verlassen.
Zentrale Erfolgsfaktoren für eine Landing-Page
Und wie funktioniert das alles nun in der Praxis? Unabhängig davon, ob du mit HubSpot oder WordPress arbeitest, folgen wirklich erfolgreiche Landing-Pages meistens identischen Prinzipien. Wir zeigen dir jetzt die zentralen Erfolgsfaktoren, die aus Besuchern messbare Conversions machen – und wie du sie mit HubSpot ganz einfach umsetzen kannst.
Klarer Fokus auf eine einzige Handlung
Eine erfolgreiche Landing-Page bietet genau eine Option. Jede zusätzliche Entscheidung erhöht die Absprungrate, womit Navigationsmöglichkeiten zu anderen Seiten, weiterführende Links oder konkurrierende Botschaften absolut tabu sind. Sie würden zu sehr vom jeweiligen Ziel ablenken.
In HubSpot wird dieser Fokus technisch unterstützt, indem sich Landing-Pages ohne Hauptnavigation veröffentlichen lassen. Der Editor führt dich gezielt durch die relevanten Module. So entsteht automatisch eine Seite, die auf maximale Conversion ausgerichtet ist.
Starke Botschaft im sichtbaren Bereich
Besucher entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob sie bleiben und schließlich eine Aktion durchführen oder sich doch bei deiner Konkurrenz umsehen. Titel, zentraler Nutzen und Call-to-Action müssen sofort erkennbar sein. Alles Relevante gehört in den sichtbaren Bereich ohne Scrollen („Above the fold“).
Im HubSpot Landing-Page-Designer lassen sich Layouts gezielt für diese Anforderungen strukturieren. Es gibt eine Menge Vorlagen, die so aufgebaut sind, dass Überschriften, Kurzbeschreibung und Formulare logisch bzw. conversion-fördernd zusammenarbeiten. Anpassungen erfolgen visuell und ohne Code. Der KI-Content-Assistent liefert schließlich den perfekten Input.
Wirksame Formulare mit sinnvollen Datenfeldern
Formulare bilden den Kern vieler Landing-Pages – gerade für die Lead-Generierung sind sie unverzichtbar. Zu viele Felder senken die Abschlussrate, sind es zu wenige bekommst du kaum verwertbare Informationen.
HubSpot unterstützt bei der Wahrung der richtigen Balance und bietet dabei dynamische Formulare, in denen bekannte Kontakte automatisch andere Fragen sehen als neue Besucher. Die Datenbasis wächst Schritt für Schritt, ohne den Nutzer zu überfordern. In WordPress erfordert diese Logik zusätzliche Plugins und komplexe Konfiguration.
Klare Handlungsaufforderung (CTAs)
Eine gute Landing-Page braucht einen Call-to-Action, der auffallen, logisch und eindeutig formuliert sein muss. Farbe, Text und Platzierung beeinflussen die Klickrate direkt. Wichtig ist auch, dass der CTA zur Erwartung passt, die zuvor aufgebaut wurde.
In HubSpot kannst du deine Handlungsaufforderungen zentral verwalten und auf mehreren Seiten einsetzen. Änderungen wirken sich sofort aus. Zudem lassen sich Varianten testen, um die effektivste Version datenbasiert zu ermitteln.
Vertrauen durch Social-Proof
Testimonials, Partnerlogos oder offizielle Zertifikate, also sogenannter Social-Proof, erhöhen die Glaubwürdigkeit deiner Angebote erheblich (auch vor Google). Besonders im B2B-Bereich spielen diese Elemente eine große Rolle bei der Entscheidungsfindung/-beeinflussung.
HubSpot ermöglicht es, solche Social-Proof-Inhalte dynamisch einzubinden. Je nach Zielgruppe oder Branche lassen sich unterschiedliche Referenzen anzeigen. Dadurch werden eine starke Personalisierung und erhöhte Relevanz geschaffen.
Ohne mobile Optimierung geht nichts
Wie unter anderem Statista zeigt, entfällt heute mehr als 60 Prozent des weltweiten Internetverkehrs auf mobile Endgeräte. Landing-Pages müssen vor diesem Hintergrund unbedingt optimal auf kleinen Bildschirmen funktionieren, sprich vor allem schnell laden und einfach bedienbar sein.
Mit HubSpot wird auch das praktisch automatisch gewährleistet. Alle Landing-Pages sind responsiv gestaltet. Das heißt, ihre Inhalte passen sich automatisch verschiedenen Geräten an, ohne zusätzliche Arbeit. Die Ladezeiten profitieren vom integrierten Cloud-Hosting.
Laufende Optimierung durch Daten
Eine Landing-Page ist nie fertig. Conversion-Rate und Absprungrate zeigen, ob und wie gut deine Seite funktioniert. Entwicklungen am Markt und in den Nutzererwartungen können dazu führen, dass gestern noch erfolgreiche Strategien, von einem Tag auf den anderen weit weniger Wirkung zeigen. Du solltest die Performance also fortwährend im Blick haben.
Schon kleine Veränderungen am Titel, an Bildern oder am CTA können messbare Effekte haben. HubSpot stellt für die Erfassung und Auswertung umfassende Analysetools bereit. Conversion-Analytics, Traffic-Daten und A/B-Tests sind direkt integriert. So lassen sich zum Beispiel zwei Varianten einer Landing-Page über einen bestimmten Zeitraum gegeneinander testen, wobei das System die Ergebnisse automatisch auswertet. WordPress benötigt dafür wieder externe Tools.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen HubSpot Landingpages und WordPress-Plugins
Fazit
Mit WordPress lassen sich Landing-Pages umsetzen – keine Frage. Design, Inhalte und Formulare sind mit passenden Plugins genauso realisierbar wie mit HubSpot. Der Weg zum optimalen Ergebnis ist jedoch komplexer. Es kann tatsächlich sein, dass jede Funktion ein weiteres Tool erfordert – und damit zusätzliche Abstimmung und mehr Wartungsaufwand mit sich bringt. Besonders dann, wenn deine Landing-Pages nicht nur hübsch aussehen, sondern langfristig messbar Leads liefern sollen, wächst die technische Komplexität bei WordPress schnell.
Die HubSpot Plattform verbindet Landing-Pages hingegen direkt mit CRM, Analyse und Marketing. Wichtige Daten entstehen nicht isoliert, sondern fließen zentral zusammen und können unmittelbar in Lead-Management, Kundenservice-Automatisierung oder auch weiteren Landing-Pages verarbeitet werden. Genau das erleichtert Personalisierungen, Optimierungen und Skalierungen erheblich. Für kleinere Anwendungsfälle funktioniert der Landing-Page-Designer sogar kostenfrei. Mit wachsendem Bedarf kannst du die Funktionen schrittweise erweitern, ohne das System zu wechseln.
FAQ
Kann man mit HubSpot Landing-Pages erstellen?
Ja, die HubSpot Plattform integriert einen speziellen Landing-Page-Builder, mit dem sich entsprechende Seiten ohne Programmierkenntnisse erstellen lassen. Im Zentrum steht hier ein einfacher Drag-and-Drop-Editor, der Vorlagen, Formulare, Call-to-Actions und Analysefunktionen vereint. Inhalte lassen sich personalisieren, Kontakte werden direkt im HubSpot CRM gespeichert und ausgewertet. Progressive Formulare, SEO-Tipps und Conversion-Analytics sind Teil des Systems.
Welcher ist der beste Landing-Page-Builder?
Das hängt vom Ziel ab. Für einfache Seiten mit geringem Datenbedarf reichen WordPress-Plugins manchmal aus. Wer jedoch Landing-Pages als festen Bestandteil von Marketing und Leadgenerierung nutzt, profitiert von HubSpot. Die enge Verbindung von Content, CRM und Analyse macht Optimierung einfacher und messbarer.
Was kostet der HubSpot Landing-Page-Designer?
Der Landing-Page-Designer ist nach einer Registrierung kostenlos nutzbar. Erweiterte Funktionen stehen über den Marketing Hub bereit. Das Professional-Paket kostet ca. 880 Euro pro Monat, die Enterprise-Version gibt‘s ab 3.300 Euro. Hosting, Sicherheitssysteme, Wartung und Analysefunktionen sind enthalten, zusätzliche Plugins brauchst du nicht.








